Here we go: Blog-Eintrag #1

A clean house is a sign of a wasted life.

— könnt von mir sein – isses aber nicht

Vorweg: Ich bin eine ganz fantastische Mama, eine Supermom, dauerhappy und hab stets ein offenes Ohr für meine herzallerliebsten Kinder. Das ist natürlich kompletter BS. Ich bin stets chaotisch, immer zu spät, muss manchmal fluchen, wie eine Erwachsene und bin halt einfach auch hin und wieder eine richtige Kack-Mom und meine Kinder sind mal supersweet und überhaupt ganz toll und manchmal fiese, kleine, verwöhnte Aggro-Kids, die mir meine Kraftausdrücke zurückschleudern – f*** äh upsi! Und ich wette, da geht’s in manchen Belangen nicht nur mir so, sondern jedem menschlichen Wesen. Da sind Mamas nicht ausgenommen. Ich bin also alles, super in manchem und richtig kacke in anderem Mamazeug! Und du auch. Darum geht’s in meinem Blog: Um lästigen Perfektionismus, heftigstes Chaotinnenzeug, um die Forderung nach einem wertschätzenden Umgang mit Mamas im Privat- UND im Berufsleben.

Wenn ich mich mit anderen Mamas unterhalte, fällt mir auf, wie vielfältig doch unsere Erfahrungen sind und wie wohltuend es ist, wenn das Gespräch unverblümt und ungeschönt ehrlich verläuft. Wenn’s darum geht, wie sehr man sich manchmal einfach danach sehnt, mal freihändig zu sein oder wie’s einen anödet, plötzlich umzingelt von Kleinkinder, Dreckwäsche und wie es manchmal einfach nur anstrengend ist, allem und jeden gerecht werden zu wollen. Und da liegt mein Feuer: Ich möchte mit diesem Blog ein Bewusstsein schaffen, dass Mama-Sein die größte Herausforderung überhaupt darstellt und es zu Unrecht abgetan wird, als wäre es nix. Mamas sollen endlich gefeiert werden, genau so wie ein Dad gefeiert wird, wenn er seiner Tochter die Haare flechtet. Spoiler: Das kann jede/r!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir Mamas haben das weder in unserer Genetik verankert, noch kriegen wir eine Einschulung im Haareflechten. Ja schon klar, wir haben oder hatten selber vielleicht mal lange Haare und konnten da üben – und noch mal ohne Mist: Kann jeder! Versprochen – in max. 5 Minuten kann ein Durchschnittsmensch lernen, Haare zusammenzubinden. Selbiges gilt für Waschmaschine bedienen und Bügeleisen auf Kleidung halten oder Nahrungsmittel kaufen. No Big Deal!

Nochmal zurück zur größten Herausforderung. Kinder zu haben, ist anstrengend. Sehr sogar und damit meine ich nicht, dass Kinder lästig sind – das sind Erwachsene doch genauso. Nein, ich mein damit, es ist anstrengend, für ein kleines Menschenleben verantwortlich zu sein – die ganze Zeit! Ein Fehler meinerseits kann ein anderes, unschuldiges Leben im schlimmsten Fall zerstören und das zu wissen und im Hinterkopf zu haben, ist ganz schön groß! Ich bin dafür zuständig, dass diese kleinen Menschlein in Sicherheit und glücklich heranwachsen und sich entfalten können. Again, das ist groß! Das Größte, das ich mir je zugetraut und worauf ich mich je eingelassen habe.

Deswegen versteh ich auch Firmenstrukturen nicht, die ein Problem mit Mamas haben, die aus der Karenz zurück in den Betrieb kommen. Sie werden teilweise behandelt, als würden sie sich als unkündbare Teilzeit-Parasiten einschleichen. Meine Güte, ihr könntet von Mamas so sehr profitieren. Was denkt ihr, wer in dem Karenzjahr bzw. in den Karenzjahren „allein“ mit Kind und Kegel gelernt hat, alles für mehrere Einwohner*innen des Hauses zu managen, extrem gut organisieren oder improvisieren kann, kurz um, sich angeeignet hat, mega effizient zu arbeiten?! Und was glaubt ihr, wer sogar noch gern in die Firma kommt, weil’s eine coole Abwechslung darstellt? Richtig, die Mamas vor denen ihr euch so fürchtet. Ja, alles was es braucht sind familienfreundliche Arbeitsmodelle, die gibt’s und die sind auch umsetzbar. Falls ihr nicht wisst wie, fragt eine Mama! Sie hat weder das Rechnen noch das gewinnorientierte Arbeiten verlernt.

Wenn ihr eine eurer Mama-Storys mit mir teilen möchtet, würde ich mich sehr darüber freuen und ihn, nach Absprache, gerne veröffentlichen. Ich wünsch euch viel Spaß auf meinem Blog und freu mich auf eure Gastbeiträge.

Herzlichst, Nadine

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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