Weshalb Mann und Kinder mir nicht im Haushalt helfen.

Weil es nicht mein Haushalt ist. Es ist unser Haushalt. End of Story. Ich schreib jetzt trotzdem weiter.

Um eins gleich vorweg zu nehmen: Keine und keiner hier in diesem Haushalt macht das gern. Aufräumen, putzen, Socken finden, Geschirrspüler einräumen, staubsaugen, Spielsachen verräumen, Farbkleckse wegputzen und was sonst so anfällt. Das ist auch nicht der Anspruch, dass das alles gern gemacht wird. Dem Zeug, das verräumt werden soll, ist das nämlich völlig egal. Natürlich sortieren wir die Aufgaben nach „Also, wer findet jetzt was am wenigsten übel?“ Mehr lässt das System in einem Haus voller Aufräummuffel nicht zu.

Selbstverständlich möchten sich mein Mann und die Kids davor drücken. Genau wie ich. Das geht aber nicht, und es kotzt mich dermaßen an, ständig alle zu ermahnen, ihren Scheiß wegzuräumen und den Kids zu verklickern, ihre Teller nicht neben dem Geschirrspüler zu deponieren, sondern in den Spüler zu stellen. Neben dem Geschirrspüler nützt das nämlich nix, niet, nada! Da wird das nicht sauber. Im Geschirrspüler muss das sein. Im!!!!!! Und nein, ihr macht das nicht, um mir zu helfen. Ich bin nicht hilfsbedürftig. Ich bin bloß keine Hausangestellte und auch nicht eure Dienerin. Ihr macht das, weil das auch euer Zuhause und somit auch ein bisschen euer Haushalt ist und ihr grad von diesen Tellern gegessen habt!

Der Große: Aber Töpfe wasch ich keine ab! Du hast gekocht, und somit die Töpfe schmutzig gemacht. Ohhhh! In diesem Topf hab ich – ja, ich – während ihr fein gechillt habt, für dich und jeden hier Essen gekocht. Großes Kind wasch ab, kleines Kind trockne ab. Ich räum den Rest weg. Und bevor mir jetzt jemand mit „Mimimi-Kinderarbeit“ kommt: Nein, das ist nicht Kinderarbeit. Das ist Lernen, dass man beispielsweise alle Spielsachen rausholen kann und anschließend auch wieder versorgt bzw. von mir aus in irgendeine Schublade reinquetscht. Ebenso ist es, zusammen schauen, dass wir in einem halbwegs ordentlichen Zuhause leben. Halbwegs ordentlich heißt bei uns übrigens, dass irgendwo zwar meistens ein gewisses Grundchaos durchblitzt, es aber trotzdem sauber ist. Nicht klinisch sauber – normal sauber. Dass die Erwachsenen natürlich den Hauptteil machen und die Kinder Kinderzeug, ist hoffentlich klar. Ich schreib’s zur Sicherheit mal hin.

Huch, schon halb sieben am Morgen, in Gedanken höre ich schon den kindlichen Ruf nach 2 identischen Socken. Doch das ist eine andere Story, die erzähl ich euch ein andermal. Habt n schönen Tag.

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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