Sind die Muffins selbstgemacht?

Nope, sind se nicht. Kackmom hat so gut wie nie selbstgemachte Muffins dabei, weil weder Talent, noch Zeit, noch Lust zum Backen. Mein Sohn, seit gestern 10 Jahre, will am Samstag mit Familie und Freunden zum Geburtstagskifahren gehen. Yes! Voll gerne – ich freu mich mindestens so sehr wie er. Jetzt war der echte Geburtstag halt trotzdem gestern. Heißt, er freut sich drauf, Muffins mit in die Schule zu bringen und am Nachmittag kommen 2 Freunde. Ich arbeite bis 13 Uhr, bin also um 13.30 daheim. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich keinen Geburtstagskuchen mehr backen können. Also die gekauften Muffins mit Gold-Glitzer-Puderzucker gezuckert und mit in die Schule geschickt. Aja, falls sich eins der Kinder über Glitzerpoop wundert, that’s why. Am Nachmittag gab’s dann noch den gekauften Schokogugelhupf dazu. Kerzen hab ich selbst draufgesteckt. Jawohl. Kam gut an.

Ich weiß, auch wenn ich’s nicht gern mache, könnt ich trotzdem für sämtliche Events selbst Muffins backen und nein. Ich setze meine Zeit ungern für etwas ein, das weder Freude bereitet noch in einem sonderlich guten Ergebnis endet. Das freut dann einfach niemanden. Beim Machen nicht, beim Essen nicht. Ich weiß, man müsst Fertigmuffins oder – Gott bewahre – Fertigkuchen wohl heimlich kaufen. Denn wenn ich mich bei Kinder-Events in Vereinen, Kindergarten und Schule umschau, gibt es ausschließlich Selbstgemachtes. Muffins, Pizzaschnecken, noch mehr Muffins, 1000 verschiedene Blechkuchen. Außer in meiner Box, da sind gekaufte Mini-Muffins drin. Und ich hab neuerdings noch eine zweite Box mit Laugenbällchen. Anmerkung: Die Mini-Muffins wurden mir von 2 Freundinnen unabhängig voneinander empfohlen und die Laugenbällchen-Idee hab ich von einer anderen Freundin vom Kindergeburtstag mit Nachhause gebracht. An dieser Stelle mal: Vielen Dank dafür.

Also kenne ich jetzt schon mal 3 Leute, die das kaufen. Und da der Markt an Fertigmuffins und Fertigkuchen jetzt nicht so schlecht zu laufen scheint, glaube ich, folgendes Geheimnis gelüftet zu haben: Auch andere Menschen kaufen die!

Als Elternvertreterin in der Klasse meines Sohnes könnte ich losweinen, wenn Mamas, die eh schon so n anstrengenden Alltag haben, sich dann noch fürs Muffinbacken melden, weil man das ja gerne macht zum Wohle unserer Kinder. Schön, das müssen wir aber nicht. Ich möchte nicht, dass jemand um halb 5 zum Backen aufsteht, alles zustellt und dann zur Arbeit fährt, als wär nix gewesen. Mamas dürfen auch mal Stress abbauen anstatt sich dauernd Neuen aufladen zu lassen. Vor allem habe ich etwas Undankbares, fast schon Gemeines festgestellt: Es ist den Kindern wirklich voll egal, ob die Muffins nun in der eigenen Küche gebacken oder irgendwo gekauft wurden. Also der Dank für die selbstgemachten Backwaren ist bei meinen Kids nicht größer als bei den Gekauften. Und als gesund würde ich auch die Muffins aus der eigenen Küche nicht bezeichnen. Jaja, ich weiß schon, es gibt auch gesunde Bananen-Vollkorn-Muffins ohne Zucker. Frage: Habt ihr die schon mal probiert?!? Ohne Mist: Habt ihr die probiert? Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen: Die sind übel bis dezent grausig. Es ist doch uns allen klar, dass wir weder Kuchen noch Muffins der Gesundheitsförderung wegen essen. Wer sich sonst gesund ernährt, trägt möglicherweise keinen großen Schaden von Muffins und/oder Kuchen once in a while.

Hoff ich mal, sonst bin ich echt am A****

Habt a schös Tägle!

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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