Der übelste Morgen – schon wieder

Was für ein Kackmorgen – und ich bin schuld. Also offiziell, mein Sohn, meine Tochter, die Welt, der Winter, das Eislaufen, das Chaos, alles halt. Ja, nur – eigentlich bin’s ich. Das war heut wieder ein Kackmom-Moment.

Wie jeden Morgen stehen wir so knapp auf, dass sich das grad und grad ausgeht. Der Große steht auf, erledigt sein Zeug, den merkst du nicht. Irgendwann hab ich dann die Kleine halb schlafend angezogen und sie überzeugen können, in den Tag zu starten. Fand sie witzig. Gut, Jause eingepackt. Leider nicht die Lieblingsjause, nope ein Brötchen und Pizzaschnecken von gestern und eine Mandarine. Shit, Mandarine ist hinüber. Ohne Mandarine also. Kurzer Protest, weil, mähmäh, das ist nicht meine Lieblingsjause. Oh bitte, es ist morgen, wir sind spät dran, das ist Essen. Ihr überlebt das bis Mittag.

Kind 1 holt die Schultasche: Oh no! Ich hätte noch etwas zeichnen sollen. Ich: Eieieiei, also los! Zeichne du, ich muss los. Kleines Kind ist entwischt. Hab sie, wir sind also halb zur Tür raus. Mamaaaa! Kind 1: Ich brauch noch n Foto von mir für die Zeichnung. Ich: Oh F*** – wo, wo, wo, wo sind die Schulfotos? Ich hab mal fast sortiert und in eine Schublade „versorgt“ oder war‘s eine Kiste. Ahhhhhhhh – ich komm zu spät zur Arbeit! Ja, wegen dir! Meine Güte, ich hab dich doch gestern 5 mal gefragt, ob du die Hausaufgabe fertig hast. Er: Ja, das war ja auch nicht Hausaufgabe. Die anderen haben das gemacht, als ich gefehlt habe. Ich – in Wintermantel und voll überhitzt – schmeiß alles aus den Schubladen raus. Ja, ich hab’s dann in der Kiste gefunden und mein Haus sieht aus, als wäre es von Einbrechern durchwühlt worden. Drück’s ihm in die Hand, erklär ihm, dass alles gut ist. Hab dich lieb, pass auf, aufm Schulweg und ciao. Kleines Kind möcht noch ein Buch mit in den Kindi nehmen.

Ok, ab zum Kindergarten, Kind 2 kriegt im Auto n Kuss und zieht von dannen. Ufff, das wird knapp mit pünktlich zur Arbeit und so. Wieso nochmal habe ich einen Job, bei dem es keine Gleitzeit gibt? Aja, ich möchte mit Menschen arbeiten, heißt die Kursteilnehmer*innen sind um 8 da und ich, die Trainerin? Mal sehen. Es könnt sich ausgehen. Vielleicht sollte ich Gleitzeit vorschlagen? So die ersten 15 Minuten sind Stillarbeit oder so. Zur Einstimmung auf den Tag.

Telefon – meine liebe Nachbarin, ihres Zeichens ebenso Kindimama ruft an: Hey, du hast vergessen, Skyla den Helm mitzugeben. Ich: Oh no! Die gehen net heut mit dem Kindergarten Eislaufen oder? Sie: Sie gehen heute Eislaufen. Ich: Wann gehen die? Eislauftasche wird nachgebracht. Nicht von mir offensichtlich, aber ja, von irgendwem. Ich überleg, wen ich in mein verwüstetes Haus lassen kann. Mein Cousin hat vielleicht Zeit. Hm, ob der schon wach ist? Ich ruf mal meinen Mann an und berate mich mit ihm. Ok, das war unkompliziert, er macht’s.

7.59 – Ha, pünktlich. So was von! Booyah und hey, guten Morgen miteinander. Aber heim, ja heim will ich nicht mehr, da sieht’s grauenvoll aus.

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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