Das Abstell- und Tür-zu-Zimmer

Ich bin ja nicht nur manchmal eine Kackmom, vorallem bin ich eine Kackhausfrau. Ich kann‘s nicht gut, ich mach‘s nicht gern – beste Kombi. Irgendwie hat sich das Chaos selbst in Etappen sortiert. Also das für alle sichtbare Erdgeschoss ist so naja, man sieht, hier leben Menschen. Soweit sauber, richtig klinisch rein oder mega ordentlich ist‘s hier eigentlich nie. Und wenn, nie sonderlich lange.

Nächster Halt, Waschküche, räusper. Manchmal sieht‘s hier aus, als hätt der Wäschetrockner unsere saubere Wäsche einfach ausgekotzt. Und dann räumt‘s halt irgendjemand wieder weg. Mal er, mal ich.

Ooooooberer Stock. Dass die Türen zu sind hat einen Grund. Also das Kinderbad ist leer und sauber. Das Kinderzimmer: Kennt ihr die niedlichen Kinderzimmer in gedeckten Farben im Skandi-Stil? Ja, ich kenn die auch nur aus Instagram und Pinterest. Hier ist das meiste Zeug eh verstaut, die Betten gemacht. Nicht so wie im Hotel, bei meiner Mom oder meiner Sis, wo sich die Bettlaken durch irgendeinen geheimen Trick aufs 100-fache aufplustern und ordentlich und knitterfrei auf dem Bett thronen. In unserm Kinderzimmer sehen die Betten so aus wie sie eben aussehen, wenn Kinder ihr Bett machen. Also, man kann da spielen und auch schlafen – Fotoshootings eher nicht.

Masterbedroom ist ein Überraschungsraum, mal liegt da tonnenweise Kleidung rum, mal sieht‘s aus wie ausm Katalog. You never know.

Eigentlich wollte ich vom Abstell- und Tür-zu-Zimmer erzählen oder besser nicht? Ist eigentlich nix zum Angeben, aber halt wahr. Und ich wette, wenn du dachtest, du wärst n Chaot und dein Chaos sei peinlich, nach diesem Raum kommst du dir richtig ordentlich vor. Bitte, gerne. Hinzu kommt, dass mir völlig egal ist, was wer über mein Chaos denkt. Ist mir zu anstrengend, so zu tun, als wär ich ordentlich und hätt alles im Griff. Ich bin unordentlich und hab s Meiste eh, bei weitem aber nicht alles im Griff.

Ok, während wir dauernd am irgendwas Umbauen und Umräumen sind, muss das andere Zeug ja irgendwo hin. Die Beine von den Hochbetten, die wieder Normalbetten sind, das Trampolin auf dem ich 2 mal gehüpft bin, einzelne Socken, die Nähmaschine, das Bügelbrett, Bügelwäsche, andere Wäsche, zu kleingewordene Kleidung oder süße noch zu große Kinderkleidung, die meine Kleine von ihren großen Freundinnen gekriegt hat, Skiklamotten und Faschingskostüme. UNSORTIERT, vermischt. Wie vermischt sich das? Naja, ich hab eh n Verdacht: Irgendwie haben wir die letzten Monate da alles reingestellt. Jetzt sortier ich eben und mach den Schreibtisch wieder frei. Wer mag, kann bügeln kommen, ich schau, dass man sich die Beine aufm Weg dahin nicht bricht. Hier bügelt keine*r einfach so. Wir bügeln genau dann, wenn wir ein gebügeltes Kleidungsstück anziehen wollen. Geht auch. Mach ich lieber, als einfach so vor mich hinzubügeln. Geht ihm scheinbar auch so.

So, ich war jetzt 2 mal 45 Minuten dran, das Zimmer lichtet sich langsam, leider ist der Weg zum Schlafzimmer jetzt versperrt. Irgendwas ist immer. Teil 2 folgt. Vielleicht. Ich hoffe. Wir werden sehn. Das meditative Hyperlapse-Video der ersten 45 Minuten seht ihr auf meinem Insta-Account. Over and out.

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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