Verzwicktes und Schönes aus dem Kindergarten

Mir ist aufgefallen – von wegen, es ist mir eben nicht aufgefallen! Also nochmal: Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ich ausm Kindergarten nur Geschichten verblogge, die von unschönen Erlebnissen handeln.

Hm, stimmt und ich fang jetzt offiziell damit an, die schönen Dinge ebenso zu verschriftlichen. Denn von den gefühlt ca. 1000 Mal in denen ich dort war, gab es also 3 unschöne Begegnungen. 997 Schön zu 3 Blöd. Gar kein schlechter Schnitt eigentlich. Bedenkt man, dass mir bei den 3 Blöden, die Kindergartenpädagogin erklärt, dass das aber sowas von gegenteilig rausgekommen ist, zu dem, wie sie wirklich denke, ist der Schnitt gleich noch besser. Und auch verzwickter. Heißt, ich hab mich also über etwas ausgelassen, das zwar so gesagt wurde und gleichzeitig wohl nicht so gemeint war.

An dieser Stelle: Es tut mir fürchterlich leid, dass ich mich im Blog über mein eigenes Verletzt-Werden auslasse und dabei nicht im Blick habe, dass ich grad auch verletze. Nach einem klärenden Gespräch nehmen wir übrigens folgende Erkenntnisse mit: Worte so wählen, dass sie nicht genau gegenteilig ankommen und ebenso: Sagen, wenn was ist, dann kann’s gleich geklärt werden. Denn – so habe ich mir sagen lassen – während ich innerlich fast auszucke und losbrüllen möchte, zu spät dran bin, und mit aufgesetzter, freundlicher Stimme mein Kind zum Jacke ausziehen animieren will, strahle ich scheinbar tatsächlich Freundlichkeit aus. Ich weiß, ich hätt gleich was sagen sollen, blöd halt, dass bei mir kurz vorm Nervenzusammenbruch ausgerechnet der Totstellreflex die Kontrolle übernimmt. Heißt, ich steh einfach da – wie versteinert, bzw. hock da, weil Augenhöhe mit kleinem Kind und so.

Zu den 997 coolen Begegnungen: Ich kann davon berichten, dass es nie ein Problem ist, wenn mein Kind einer Chaosmom wieder mal keinen Skianzug im Kindi hat, weil der bei Oma im Auto oder daheim unterm Jackenberg begraben liegt. Es ist kein Problem, wenn die Sitzunterlage für die Waldtage erst Ende Woche im Auto unterm Sitz auftaucht. Ja, ich weiß, wer braucht schon Sitzunterlagen? Wir setzten uns früher auch einfach auf unsere Regenjacke. Trotzdem. Es ist ebenso kein Problem, wenn ich als jahrelange Kindi-Mama – jahrelang, weil großes Kind war ja auch schon da – einfach mal die Abholzeiten durcheinander bring und nicht daher komm. Frag nicht, ich weiß auch nicht weshalb. Von der Trinkflasche fang ich gar nicht erst an. Wo? Wo? Wo kommt die immer wieder hin? Wo ist sie? Jetzt sag mir nicht, im Tal der einzelnen Socken.

Und überaupt: Man muss schon eine ordentliche Portion Coolness haben, um im täglichen Umgang mit kleinen Kindern und (!) deren Eltern so gelassen zu bleiben. Vielen Dank dafür 😉

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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