Liebevoll und selbstbestimmt. Haha, ja klar!

Superdad, Kackmom, Tag 2

Tag 2 unseres Experiments super und katastrophal. Vom Vormittag hab ich nix mitgekriegt und der Nachmittag, den ich mit den Kindern aufm Geburtstag meiner Freundin verbracht hab, ist zwischenzeitig völlig ausm Ruder gelaufen. Großes Kind ist frech, ich weise ihn zurecht. Er kontert voll respektlos, alle kriegen’s mit. So, ich also eine Mischung aus verständnisvoll, liebevoll und selbstbestimmt, versuch die angeheizte Stimmung zwischen meinem 10-Jährigen und mir zu harmonisieren. Was soll ich sagen? Megafail! Ich halt seine Hand, möcht mich mit ihm unterhalten und dass er mich ansieht. Alle Augen auf uns gerichtet. Er reißt sich mehr als energisch los. Ich möchte doch nur, dass er mich ansieht und mich in Ruhe mit ihm unterhalten. Es endet, wie es enden muss: Bitten, Gut zureden, drohen. Und nein, nicht nur von mir zu ihm. AUCH UMGEKEHRT. Vor allen. So ein grausames Gefühl, verständnisvoll sein zu wollen und sich gleichzeitig diese rotzige Art nicht gefallen zu lassen. Und als wir uns wieder beruhigt haben und es irgendwann Zeit ist zu gehen, verabschieden wir uns und bedanken uns für den schönen Nachmittag. Haha, aber nur in meiner Vorstellung. In Wahrheit fängt die Kleine an zu weinen, weil KEINE AHNUNG. Jedenfalls will sie nicht heim und wenn dann zu Oma. Also hinterlassen wir auch unseren Abgang als stressige Erinnerung. Toll, danke. Ich will heim und bitte vergesst, dass ich da war. Sonst sind wir echt cool miteinander, ehrlich!

Im Auto waren alle wieder megalieb, wir haben uns über die Situation unterhalten, wie eine Familie die sich lieb hat, uns gegenseitig entschuldigt, uns daheim in den Arm genommen. Das hat dann keine/r gesehen.

Experiment „Platzwechsel“ oder „Superdad, Kackmom“, Tag 2 überlebt. The End.

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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