Was? Wie Homeschooling? Das hättest du mir sagen müssen.

Superdad, Kackmom, Tag 3 und die restliche Woche

Tag 3. Ich steh auf, mach ich an die Arbeit. Mann verlässt mit kleinem Kind das Haus. Ich höre den Fernseher. Hä? Großes Kind hat Schulaufgaben zu machen. Ich geh runter, Sohn fängt an zu diskutieren von wegen, er mag jetzt nicht blabla. Ich muss ganz ganz und wirklich sehr dringend etwas für ein Projekt an dem ich arbeite fertigmachen und weiterschicken. Ich habe keine Zeit für Diskussionen und das ist auch nicht was mein Mann und ich vereinbart haben. Ein Panikattäckchen bahnt sich. Ohne Schmäh – dieses für alles gleichzeitig die Verantwortung zu tragen. ES GEHT NICHT. Auch mein Gehirn kann nicht rechnen, denken, schreiben und diskutieren gleichzeitig, obwohl es das grad versucht. Ist das ein Nervenzusammenbruch? Gefährlich nah dran auf jeden Fall. Ich seh mein Projekt den Bach runtergehen, meine Karriere, die wieder mal am Anfang steht, gleich mit. Ich ruf meinen Mann an und frag, was mit dem Großen ist. Er hat keine Ahnung was ich meine. Ich ein wenig nervös: Ich hab grad ziemlichen Stress, bin grad mittendrin und du hast doch gesagt, du übernimmst das Kindermanagement. Er: Ja, mach ich doch. Ich: Und das Homeschooling? Er: Welches Homeschooling? Ich bin fertig mit der Welt. Ich möcht aussteigen und weggehen-gehen-gehen.. Weit weg. Was ich sage ist: Na, das Homesschooling, dass wir seit Corona daheim veranstalten. Seit 3 Wochen halt nur noch jeden 2. Tag. Er: Das hättest du mir sagen sollen. Ich: Ohne Sch… jetzt? Bah, bitte, du hättest mir sagen sollen, dass ich dir sowas sagen muss. Wie kann man das nicht wissen? Red halt mit dem Kind.

Ich erklär also, dass der Große eh alles selber macht, wenn was unklar ist, braucht er aber einen Ansprechpartner und vor allem, kann ich nicht mit ihm rumdiskutieren. Great, 15 Minuten rum. Das kann ich verschmerzen, was übel ist, ist: Ich bin völlig raus ausm Flow. So mühsam da wieder reinzukommen.

Nach dem katastrophalen Tagesanfang ging’s dann wieder.

Tag 4. early morning: Woahhh, wie kann man so früh aufstehen bitte? Und kann man den Geschirraspüler eigentlich noch lauter aus- und einräumen?!? Sag ich natürlich nicht. Im Wachzustand weiß ich auch wie daneben das wär. Schlafnadine ist kein netter Mensch und deshalb am besten einfach mal nix reden bis Wachnadine da ist. Bestimmt gleich da.

Tag 5. Ich mit Freundinnen auf nem Geburtstagsauflug, er mit Kind 1 und 2 und Gastkind daheim. Das kleine Kind hat jetzt übrigens Ohrstecker. Sie liegt uns seit Tagen in den Ohren, wie sie sich unbedingt Ohrringle wünscht. Papa und Tochter also auf zum Juwelier und tadaaa.

Tag 6. Sonntag und ja, wir haben das Platzwechesl-Experiment an einem Dienstag gestartet, deshalb Tag 6. Wir waren alle auf einem Geburtstag. Und sonst so: Keine besonderen Vorkommnisse. Also familientechnisch jedenfalls 🙂

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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