Urlaub – schon beim Planen ein Desaster

Achtung! Bis zum Schluss lesen sonst kennst du nur den gelogenen Teil. Aber lies selbst.

Ohhh, ich liebe Urlaub und Reisen und fremde Städte. Ich liebe es, stundenlang im Internet Angebote zu vergleichen und eine Reise zusammenzustellen. Gerne auch Kurztrips. Keine Ahnung, es gibt mir einfach sehr viel, schöne Orte zu besuchen und abzuschalten. Nicht so meinem Ehepartner – diesem ist es ziemlich egal wohin, Hauptsache Sonne und passt. Mir eh recht, dann muss ich mich nicht dauernd abstimmen, ich weiß ja ungefähr, was meiner Familie gefällt. Im Grunde muss ich nicht mal erklären, wohin und auch nicht weshalb und schon gar nicht, weshalb genau dieses Hotel oder dieser Campingplatz. Einfach nur wann und wo. Reicht völlig, dann folgt der große Wäsche-Wasch-Zirkus und irgendwann geht’s dann los.

Nicht so heuer: Mein Partner sagt mir dieses Jahr doch einfach ab. Naja, eigentlich seit 5 Jahren – immer hieß es wegen der Arbeit. Wir gingen dann halt trotzdem stets gemeinsam. Heuer zieht mein Ehepartner das beinhart durch. Mit der Begründung, nicht jedes Mal, wenn’s beruflich grad in die gewünschte Richtung geht, wegrennen zu können. Man will ja auch Geld in der Familienkasse haben. Und ja, keine Ahnung, irgendwie ist mein Ehepartner halt vom Typ so, dass wenn etwas so richtig wichtig ist, lautet die Devise ganz oder gar nicht. Und wenn wir uns nichts vormachen, ist die Urlaubsvorbereitung ja echt nicht immer ganz entspannt und kostet schon einige Zeit auch. Also zumindest in unserer Familie.

Naja, auf jeden Fall sag ich euch eins, bei uns hängt der Haussegen ganz schön schief, weil mein Partner das heuer voll durchzieht, und uns – mich und die restliche Familie – urlaubstechnisch voll hängen lässt und auch noch vorschlägt, wenn man denn unbedingt in den Urlaub müsse, könne ich ja allein mit den Kids wegfahren oder mit Freunden, Oma, Opa – mit wem auch nimmer. Eiskalt und zwar so – im O-Ton: „Ich sag das jetzt seit 5 Jahren, jetzt sag ich’s UND ich mach’s auch. Geht’s eigentlich noch? Seit Jahren wird das einfach ignoriert. Und was mich viel härter trifft, als die Tatsache, dass du darüber hinweg siehst, ist doch, dass ich – ICH selbst – nicht zu meiner Entscheidung stehe und meine Pläne einfach so weghau. Ein ums andere Mal! Kein Wunder, dass auch alle anderen mit meinen Bedürfnissen, Wünschen und Entscheidungen so umspringen! Also bis jetzt halt. Obwohl ich gerne Zeit mit dir und den Kids verbringe, kann ich leider wirklich nicht mit. Ich find’s auch gar nicht schlimm, wenn ich in 10 Jahren mal einen Sommer lang nicht großartig wegfahre. Ein Wochenende waren wir ja eh schon weg.“

Und jaaaaa, ich weiß, der Mann liest mit oder auch nicht. Also falls er’s liest, wundert ihn das doch sowieso nicht. Er weiß ja auch nicht erst seit gestern, dass ich um nix ein Geheimnis mach und platz, wenn ich etwas für mich behalten muss. Natürlich brabbel ich nur Zeug raus, das mich persönlich angeht und mich in meiner Handlungsfreiheit und Selbstbestimmtheit als Mensch betrifft. Vertraulich Anvertrautes gehört da nicht dazu.

Schönen Sommer allerseits und gutes Gelingen mit Sommerferien, dem vielleicht bereits aufgebrauchten Urlaubsanspruch, Familie und so.

Schau gut auf dich und schaut gut aufeinander.

Alles Liebe
Nadine

Veröffentlicht von Nadine

Nadine hat 2 Kids, 1 Mann, 1 Zuhause. Sie ist Mentaltrainerin und liebt es, eine Meinung zu haben und darüber zu schreiben. Sie ist unperfekt, eine Vollchaotin und manchmal eine KackMom. Mit ihrem offenen Umgang mit ihrem Nicht-Perfekt-Sein möchte sie anderen Mamas sagen: Nobody is perfect, auch Mamas nicht. Du bist okay und wundervoll!

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